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Milou & Flint begeisterten Zuhörer bei Spielzeiteröffnung des Kurtheaters in Bad Wildbad

Bad Wildbad. Sie machen einfach gute Laune, nehmen mit auf musikalische Gedankenreisen voller Gefühle und Assoziationen und entlocken dem Alltagsleben ungeahnte Eigenarten. Es ist ein fröhliches Vergnügen mit einer gehörigen Portion Poesie, atmosphärisch dicht und mitreißend, was Milou & Flint ihrem Publikum bieten.

Mit offensichtlichem Spaß an der Sache springen sie von Instrument zu Instrument, singen, erzählen – und beweisen, dass all diese unbeschwerte Leichtigkeit keinen Technikaufwand benötigt. Sie geht auch so direkt in Herz und Ohr. Wenn sie denn eines hat – musikalische Qualität. Und die besitzt sie bei Milou & Flint, die sich für ihren Auftritt am Freitagabend im Königlichen Kurtheater in Bad Wildbad zu einem Trio verstärkt hatten. Mit dabei war Joel Milky, ebenso wie die beiden Protagonisten mit dem fliegenden Wechsel zwischen Instrumenten vertraut.Seit drei Jahren sind Milou & Flint gemeinsam auf fröhlicher musikalischer Tour. Immer wieder ein Weg der Herausforderung an sich selbst – sie schreiben die Texte, machen die Musik, drehen ihre Videos in selbst hergestellten Kulissen, gestalten die CD-Cover. Diese auch musikalische Vielseitigkeit lässt sich schwer auf einen begrifflichen Nenner bringen. Neuer deutscher Pop? „Poesie-Pop“ trifft es wohl am ehesten und bezieht die poetisch erzählerischen Texte mit ein. Obwohl – auch Frankreichs Chansons schleichen sich in die Ohren. Besonders dann, wenn Barbara Milou zum Akkordeon greift. Ein bisschen Lagerfeuerromantik ist dabei, mitunter mischt bei Christoph van Hal, alias Flint, der Blues mit, unterstützt von Joel Milky am Bass. Und ganz ohne Augenzwinkern kommt man auch nicht aus. „Badabababadam“ tönt es dreistimmig, und auch vor „oh oh oh oh“ schreckt man nicht zurück. Im Kurtheater hatte man den Auftritt ins Foyer gelegt – wohl wissend, dass das Duo in der Kurstadt nicht für unbegrenzte Zuhörermassen sorgen würde. In Japan hätte das anders ausgesehen, dort sind die beiden Kult.