Saisoneröffnung KKT-Königliches Kurtheater in Bad Wildbad

Ein rotes Stück Stoff bringt den Bürgermeister in Nöte

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Das Würzbacher Bauerntheater eröffnete am Samstag die neue Saison des Königlichen Kurtheaters in Bad Wildbad, das nach fast 50 Jahren nun einen regulären Spielbetrieb im Sommerhalbjahr aufnimmt.

Die Wirrungen und Irrungen, die die Protagonisten erleben und ihre Versuche, alles wieder ins rechte Lot zubringen, lassen uns einen vergnüglichen.
Bürgermeister Schäufele ist in großen Nöten. Ein Minister hat sein Wochenendhaus in Schäufeles Gemeinde ohne Baugenehmigung erweitert – der Abriss droht. Doch da schickt der Minister seine Nichte, die den Bürgermeister und den Gemeinderat Haberer im Neubau erwartet und betrunken macht. Sie bezirzt den Bürgermeister und bringt ihn dazu, eine vorbereitete, nachträgliche Baugenehmigung zu unterschreiben. Nach dem Motto: „kämpfe mit den Waffen einer Frau, solange der Waffenschein noch nicht abgelaufen ist“. So nehmen die Irrungen und Verwicklungen ihren Lauf. Er ist beobachtet worden und da er ohnehin ein schlechtes Gewissen hat, muss jetzt das Dokument, das er unterschrieben hat, wieder her, denn mit Alfred Kurrle ist nicht zu spaßen. Aber die Frau hat das Schreiben selbst auch nicht mehr und fordert es von ihm, da sie meint, dass er es mitgenommen hat. Der Bürgermeister aber glaubt, sie will ihr rotes Höschen wiederhaben, das er am Morgen in der Tasche hatte.
Ein paar aufregende Stunden hat der Bürgermeister durchzustehen, ehe er von Alfred Kurrle gerettet wird. Was die Dankbarkeit des Bürgermeisters betrifft, hat Alfred so seine eigenen Vorstellungen. Eine vergnügliche Komödie, mit Witz und Schlagfertigkeit, von den Darstellern gut inszeniert.
Bei gar nicht sommerlichen Temperaturen wurde die Saison eröffnet. In der gut besuchten Vorstellung mit Ehrengästen aus dem hiesigen Gemeinderat wurden die Lachmuskeln sehr strapaziert. An den Tagen vor der Vorstellung bemühten sich der 2. Vorsitzende Gerd Müller mit den anderen Vorstandsmitgliedern und Helfern die winterlichen Temperaturen im Theater erträglicher zu machen. Nicht nur die Nerven, auch die Heizkörper und Sicherungen des Theaters wurden sehr strapaziert. Mit Glühwein in den Pausen, Decken für die Gäste und Schauspielern um das Team von Wolfgang Pfrommer, die auch bei den niederen Temperaturen das Publikum fesselten, war es ein gelungener Theaterabend.