Swinging Mallets mit Roland Härdtner – ein außergewöhnliches Konzert im KKT

Swinging Mallets mit Roland Härdtner – ein außergewöhnliches Konzert im KKT

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Roland Härdtners unglaubliche Kunstfertigkeit mit seinen Mallets auf Marimba und Vibraphon umzugehen erstaunt immer wieder. Gemeinsam als Quartett mit Boris Ritter am Flügel, Klaus Dusek am Bass und Lars Binder am Schlagzeug begeistern die Musiker das Publikum im Königlichen Kurtheater.

Im ersten Teil des Konzerts fasziniert Roland Härdtner mit seinen Bach- Interpretationen und 3 Sätzen aus den Bolling – Suiten. Claude Bolling, nicht so bekannt wie Johann Sebastian Bach, geboren 1930 war Jazzmusiker, Komponist und Musikproduzent. Man frägt sich, passen J.S. Bach, Vibraphon und Marimba überhaupt zusammen, jedoch das Arrangement von Roland Härdtner und seine Auseinandersetzung mit dem musikalischen Werk von J.S. Bach passte sich an diese Mischung aus klassischen und verjazzten Interpretationen des Bachschen Werkes an. Mit seinen Arrangement „Swinging Mallets play Bach“ versteht er es den Alten Meister und den modernen Jazz zusammenzuführen, wobei jedoch Melodien und Klangharmonien zu erkennen bleiben. Seine Bearbeitung klassischer Werke für Marimba und Vibraphon ist weltweit einzigartig. Er spielt abwechselnd auf beiden Instrumenten und vereint somit den hölzernen Klang der Marimba mit dem metallisch hellen Klang des Vibraphons. Es ist ein unsagbares Vergnügen Roland Härdtner mit seiner Mimik und dem Ganzkörpereinsatz zuzusehen, wie er zwischen seinen Instrumenten wechselt und virtuos mit bis zu 4 Mallets gleichzeitig seine Instrumente sanft streichelt oder kraftvoll hämmert. Zitat: „Ich habe eine sportliche Einstellung zu meinem Beruf und spiele immer mit vollem Körpereinsatz.“ Deswegen hat er auf der Bühne immer ein Handtuch dabei, sein Markenzeichen.

Nach der Pause spielte das Quartett ein Medley aus den letzten 20 Jahren des umfangreichen Repertoires von Roland Härdtner. Klassische Stücke wie der Ungarischer Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms, „Spain“ ein Titel von Chick Corea, ein spanischer Walzer von Auguste Durand und seine eigene Interpretation der „Carmen Suite“ von George Bizet. Jedes Stück ist ein Unikat mit eigener Note und Rhythmus.

Nach zwei Zugaben, den „Erinnerungen an den Zirkus Renz“ von Gustav Peter und „Ronjas Tanz“ von Wolfgang Schüter spendete das begeisterte Publikum viel Applaus und stehende Ovationen. Roland Härdtner ein Unikum aus Pforzheim, der mit seinen phantastischen Musikern das Publikum begeisterte. Dies war das letzte Konzert für 2016, da er an einem neuen, umfangreichen Projekt mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester arbeitet. Wir lassen uns überraschen, es wird sicher wieder einzigartig.