Uli Keuler schafft es jedes Mal…

Uli Keuler schafft es jedes Mal aufs Neue seine Zuhörer zu begeistern

Schwarzwälder Bote: Von Götz Bechtle07.10.2016 – 18:12 Uhr
 
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Uli Keuler ließ mit „Uli Keuler spielt“ Lachtränen im Königlichen Kurtheater fließen. Foto: Bechtle Foto: Schwarzwälder-Bote

Bad Wildbad . Während des Rossini-Festivals in Bad Wildbad war das Theater fast immer ausverkauft. Und die zweite Veranstaltungssaison, gestaltet vom Förderverein Königliches Kurtheater, konnte sich mit einer Vielzahl sehr unterschiedlicher kultureller Angeboten sehen lassen.

 

Deutlich zeigte es sich, dass inzwischen auch Einheimische das nun voll bespielbare Theater besuchten – und zwar nicht nur bei schwäbisch orientierten Angeboten, die übrigens stets gut besucht bis ausverkauft waren.

Thomas Käppler, Vorsitzender des Fördervereins, und seine vielen Helfer hatten in diesem Jahr ein Programm zusammengestellt, das eigentlich für jeden Geschmack etwas bot. Steigende Besucherzahlen beweisen, dass die Zusammenstellung gefiel.

Ein lustiger Abend, der zum Nachdenken anregt

Natürlich gibt es Höhepunkte, und dazu zählte Uli Keulers Auftritt mit „Uli Keuler spielt“. Dieses Programm enthält eine Reihe von Sketchen, Monologen, Überlegungen und Hintergedanken, die dem Alltag entspringen, diesen satirisch überzeichnen. Sein Sprachwitz ist derb-komisch, aber gleichzeitig entlarvend, kritisch und verspielt.

Köstlich ist seine „Küche der Zukunft“, die fast keine fremde Hilfe mehr braucht, aber eben nur fast.

Weitere Programmpunkte von Keuler sind „Das arme Kind“ oder „KFZ-Wellness“. Der Ausverkauf a la TTIP, so Keuler, ist wie ein Meterstab, mit dem man im Dunkeln etwas messen will. Keuler weiß, was Flüchtlinge erleben – hat er doch Erfahrungen auf einer zweiwöchigen Interrail-Reise durch ganz Europa gesammelt.

Schlussklassiker darf nicht fehlen

Dass hintergründiger Humor und durchaus Satire in seinen Essays immer wieder vorkommen, reizt zum Schmunzeln und Lachen. Sozusagen für Keuler das Echo, dass er bei seinem Bühnenauftritt richtigliegt.

Viele Pointen und Geschichten verdienten den Applaus und die Lacher des Publikums, doch was wäre eine Veranstaltung Keulers ohne seinen Schlussklassiker „‘S goht an Mann en de Wald“? Trotz, oder gerade weil er so bekannt ist, begeistert er damit jedes Mal aufs Neue seine Zuhörer.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Keuler das Publikum mit schwäbischem Humor, Understatement und Tiefsinnigkeiten des Alltags zu Lachtränen reizte.